29.11.2007
Die erste Etappe ist zu Ende. Die Autos stehen an der Pazifikküste und das Gros der Reisenden ist zurück in Deutschland. In drei Wochen, am 19. Dezember, geht’s dann mit neuer Besetzung weiter. Wir freuen uns drauf!
26.11.2007
Jetzt habe ich nochmal was für “Mein größtes Ärgernis”: Über den trackback hier bekomme ich seit ca. einer Woche jede Menge Spam-Mails auf meine E-Mail Adresse. Geht Euch das auch so? Wenn ja, liebe Administration, was könnt Ihr dagegen tun?
25.11.2007

Wir fahren in Richtung Valparaiso weiter. Wir fahren quer durchs Land, schilderlos. Der Hafen Santiagos, ehemalige Bunkerstation der Kap Horn Fahrer entpuppt sich als moderne Stadt voller Hochhäuser und rauschendem Verkehr. Wir fahren weiter nach Vina del Mar. Unser Ziel ist das Unmögliche. Werkstatt, Hotel, Parkplatz, alles am Strand des Pazifiks. Wir verlieben uns in das Radisson Concon. Gott sei Dank ist das Hotel ausgebucht. Wir erinnern uns an ein Hostal mit Parkplatz. Hundert Meter weiter ist eine Werkstatt. Das Unmögliche ist wahr geworden. Das Hostal ist wie für uns geschaffen, wir haben Appartements mit eigenem Zugang, unsere Autos stehen vor der Tür.
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22.11.2007

Wir fahren pünktlich auf die Panamericana Richtung Norden. Die Wolken über den Küstenbergen erinnern uns an den Pacific Mist aus Kalifornien. Im Osten der Schnee der Anden, dazwischen der aufbrechende Frühling, wie bei uns im Mai. Ansonsten eine ereignislose Fahrt, außer Radfahrer, Fußgänger und Milchkannen auf der Autobahn. Auf glattem Teer ein Auto zu fahren fühlt sich für uns völlig fremd an. Campingplätze in Chile sind außer in den Touristenzentren kaum zu finden. Nach 30 Kilometern abseits der Straße und vielem Fragen und vielen Antworten, wie: „Campingplatz gibt es nicht.“, „Dies ist ein Dorf, wir sind noch nie aus dem Dorf rausgekommen.“, oder „Versuchen sie es doch mal da!“, werden aus den avisierten sechs 16 Kilometern und eine Vermieterin von Cabanas erbarmt sich unser und wir dürfen für 30 Dollar auf ihrem Hinterhof parken und für 10 Dollar die Duschen in einer ihrer Cabanas benutzen. Phantastisch nach einem langen Reisetag, 670 Kilometer wach zu bleiben ist nicht so einfach. Unsere Sehnsucht nach der Wildnis steigt schon wieder.
22.11.2007

Wir verlassen diesen wunderschönen Zeltplatz und genießen noch für ca. 100 Kilometer – die Straße zur Grenze führt um den halben See herum – die sich permanent wandelnden grandiosen Aussichten. Wir sind aufgeregt, Chile wartet auf uns und wir wissen immer noch nicht, ob die Autos in unsere Pässe eingetragen werden und wir das Land nicht verlassen dürfen. Die Paßstraße schraubt sich 1200 Meter in die Höhe. Links und rechts der Straße liegt noch meterhoch der Schnee. Die Ausreise aus Argentinien ist diesmal professionell, in einer Stunde sind wir durch. 50 Kilometer später erreichen wir die chilenische Grenze.
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20.11.2007
Wir sind früh auf der Straße, frühstücken während der Fahrt, heute soll es nach Bariloche gehen. Eine Stadt, ähnlich wie Villa Gesell, von einem Schweizer gegründet, der seine Architekturträume verwirklichen wollte. Die Kommentare während der Fahrt: „Was für ein Panorama.“, „Das ist ja unglaublich.“, „Das hört ja wohl nie auf!“, „Super!“, „Wahnsinn!“. Und ewig grüßt das Murmeltier. Die zweite argentinische Dieselleitung ist ebenfalls abgeschert. Wir bauen auch hier wieder ein gleiches Ersatzteil ein, was aufgrund der größeren Länge viel Kraft und Biegetechnik verlangt. Nach einer Stunde fahren wir weiter.
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20.11.2007
Danach geht es auf die vorerst letzten 150 Kilometer Schotterpiste. Dieses Teilstück ist das Schlechteste der ganzen Strecke. Wir benötigen viereinhalb Stunden. Großes Hallo bei Beginn der geteerten Straße in Rio Mayo. Die Ansprüche an die Teerdecke sind sehr gesunken. Besser Slalom fahren als gerüttelt werden. Wir sind immer noch in der Einsamkeit und es sind noch 800 Kilometer bis nach Bariloch. Europäische Verhältnisse gelten in Südamerika nirgendwo, Zeit, Distanzen, Wetter - alles verschmilzt zu einem unberechenbaren Ganzen.
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20.11.2007
Morgens um 9 Uhr fahren wir mit 80 km/h über eine Schotterpiste. Die Erleichterung über den guten Pistenzustand ist jedoch nur von kurzer Dauer. Die Piste wird schlechter und schlechter. Über 250 Kilometer Straßenarbeiten an der Piste. Die Argentinier lieb es wohl mehr, 8 Schotterpisten nebeneinander anzulegen, als eine Teertrasse. Dennoch führt die Routa 40 wohl durch mit einer der schönsten Gegenden der Welt. An den Anden entlang, tauchen wir immer wieder in neue Canyons ein, von den Höhen der Mesas immer wieder berauschende Blicke in die Ferne.
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20.11.2007

Die Erpressung mit dem Sprit geht weiter. Der Tankwart verlangt einen dreimal so hohen Preis wie üblich. Die andere Tankstelle sagt, sie habe nichts, also sind wir genötigt, unsere Tanks teuer voll zu machen. Wir fahren am Ufer des Santa Cruz entlang zum Glaciar Perito Moreno. Unglaublich schöne Bilder, türkisfarbenes Wasser. Angesichts der Schönheit dieses Gletschers stören nicht einmal die Hunderte von Touristen, die mit ihrem lauten Schnattern die urtümlichen Geräusche des Gletschers übertönen. Keiner von uns hat sich vorstellen können, was für eine Kraft, Gewalt und Ruhe in diesem größten Gletscher der Welt steckt.
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18.11.2007
an Gipfelstürmer. All the best to you - Inge, Franz und Josef.
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