Bundeswehreinsätze: “Ohne Schuld gibt es keine Freiheit”
Dresden. Vielleicht war es einer der Höhepunkte des Kirchentages. Auf jeden Fall der Beweis, dass sich weite Teile des Protestantismus von einfachen Antworten auf Fragen von Krieg und Frieden verabschiedet haben. In dem Bewusstsein, dass man durch Tun wie Unterlassen schuldig werden kann, rangen der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider und Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière, zugleich Präsidiumsmitglied des Kirchentags, bei einer Abendveranstaltung in der Technischen Universität Dresden um eine christliche Haltung zur Verteidigungspolitik und den Auslandseinsätzen der Bundeswehr. So differenziert und gegenseitig respektvoll, dass de Maizière zwischendurch erleichtert anmerkte: “Dass wir so auf Kirchentagen diskutieren im Vergleich zu den 70er Jahren, ist für den Staat und die Kirche ein Gewinn.”
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