06.08.2009
Meine sehr verehrten Leserinnen und Leser, ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass ich fortan als “Frau Johann” meinen Lebensweg beschreite. Letzten Freitag war es dann nämlich soweit: um Punkt 12.00 Uhr wurde im neu eingerichteten Trauzimmer des Remscheider Rathauses geheiratet. Nun sind wir - laut Gesetz -rechtmäßig verbundene Eheleute. Ein Zustand, an den man sich erst einmal gewöhnen muss. Das fängt bei meinem neuen Nachnamen an und hört mit den neuen Steuerklassen auf. Vieles hat sich nicht verändert, aber das Gefühl ist doch ein anderes.
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17.07.2009
So, nun werde ich Ihnen doch etwas von unseren Hochzeitsvorbereitungen erzählen. Allerdings nur als Einleitung für eine kleine Reise in die Vergangenheit meiner Familie. Während vom Tischkärtchen, über den Brautstrauss bis hin zu den Ringen immernoch Diskussionsbedarf besteht, war eines sofort klar: die Wahl der Hochzeitstorte. Dreistöckig. Millionen von Kalorien. Und sehr süß. Aber es ist nicht irgendeine Torte, sondern eine, bei uns so genannte, “Mama-Torte”. Das Rezept stammt noch von meiner Oma, die es wiederum von ihrer Großmutter übernommen hat.
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16.07.2009
Wieder habe ich eine Weile Nichts von mir hören lassen. Ich hoffe, Sie verzeihen mir erneut, aber wir stecken mitten in den Hochzeitsvorbereitungen. Gottseidank sind ja momentan Theaterferien, so dass ich mich voll und ganz auf das kleine “Großereignis” konzentrieren kann. Bevor ich Sie aber nun mit Exkursen über Make-Up, die Wahl der Brautschuhe oder das Problem der Sitzordnung langweile, berichte ich Ihnen lieber etwas aus der Kategorie “Charlotte fährt Bus”: (mehr…)
08.06.2009
Heute möchte ich an dieser Stelle ein heikles Thema ansprechen, auch auf die Gefahr hin, dass Sie mich mit anderen Augen sehen. Es geht um das Verbot von sogenannten “Killerspielen”. Die Innenministerkonferenz hat sich auf ein Verbot von Herstellung und Verbreitung dieser Spiele verständigt. Dieser Plan soll so schnell wie möglich in die Tat umgesetzt werden. Sie fragen sich jetzt sicher, warum ausgerechnet ich dieses Thema anspreche. Ich verrate es Ihnen: weil es mich direkt betrifft.
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04.06.2009
Heute möchte ich Ihnen, wie versprochen, von der ‘besonderen’ Situation meines Theaters berichten. Genauer gesagt handelt es sich hierbei um das Theater Hagen. Wenn es nach dem Vorhaben der Arnsberger Kommunalaufsicht geht, soll das Haus spätestens bis 2014 eine reine Gastspielbühne werden, die Sparten Ballett, Orchester, Jugend- und Musiktheater werden somit aufgelöst. Der Grund für diese Planung ist simpel: Hagen ist pleite. Und wo kann man am schnellsten und effektivsten einsparen? Natürlich bei sozialen und kulturellen Einrichtungen. Neben dem Theater sind diverse Kulturzentren und Museen von diesen Sparplänen betroffen.
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03.06.2009
Ich hoffe, Sie entschuldigen mir meine längere Abstinenz, aber in der Woche vor einer Premiere hat man kaum Zeit, sich etwas Ruhe zu gönnen. Man hat jeden Tag Probe, mal einen Durchlauf mit Klavier, mal mit Orchester, bis am Donnerstag dann die Generalprobe ansteht, die an unserem Haus für Angehörige und Freunde der Mitarbeiter öffentlich ist.
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24.05.2009
Jetzt ist es passiert. Die nagende Ungewissheit ist weg. Mein Johann wird in drei Wochen seinen Job verlieren. Der Jahresvertrag wird nicht verlängert. Wir beginnen also wieder bei Null. Auch schön. Immer mal wieder etwas Neues. Komischeweise entwickelt der Mensch ja in Ausnahmesituationen ungeahnte Kräfte. So auch jetzt. Der Blick in die Zukunft ist, trotz allem, hoffnungsvoll und der Tatendrang mit einem Mal wieder ungebremst. Von Sicherheit kann man natürlich jetzt nicht sprechen, aber sich zu verkriechen und erstmal abzuwarten, das ist undenkbar. Und alles Schlechte hat ja auch immer etwas Gutes: Johann weiß jetzt, worauf er beim nächsten Job achten muss.
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21.05.2009
Wie schön es ist, nach langer Zeit mal wieder einen Tag nur für sich zu haben. Wundervoll! Doch waren wir natürlich nicht untätig, schließlich stecken wir mitten in den Hochzeitsvorbereitungen. In rund zwei Monaten ist es soweit: Johann und ich werden, wie man so schön sagt, den Bund der Ehe eingehen. Ohne großes Tamtam. Einfach so. Aber stilvoll. Selbstverständlich.
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18.05.2009
Kennen Sie das Gefühl, wenn man nicht weiß, ob man gerade das Richtige tut? Wenn sich eine gewisse Leere breitmacht und das Ziel mehr und mehr im Nebel der Zukunft verschwindet? Ich bin hin- und hergerissen zwischen Traumverwirklichung und Sicherheitsdenken. Werde ich wirklich eines Tages meinen Lebensunterhalt mit Gesang verdienen können? Oder wäre es nicht wirklich besser, einen “normalen” Beruf zu ergreifen?
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16.05.2009
Manchmal glaube ich, dass sich irgendwelche dunklen Mächte gegen mich verschworen haben, vorzugsweise dann, wenn Charlottchen mal wieder ins Theater muss. So auch heute. Wegen Bauarbeiten am Bahnhof Lennep fährt kein Zug. Klar. Versteh ich ja. Also warum einfach, wenn es umständlicher doch viel netter ist?! Mit dem Bus erreiche ich schließlich, nach zweimaligem Umsteigen, Wuppertal Oberbarmen. Immerhin. Dass mein Anschlusszug mal wieder 15 Minuten Verspätung hat, das nimmt man ja gern in Kauf, wenn man nach einer Stunde schon soweit gekommen ist.
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