30.04.2010

Das Land der unbergenzten Möglichkeiten

Um 20:03 Uhr von PeterDeThier in Post aus Washington

Bundesstaat ArizonaLiebe Leser,
wen man früher Amerika das “Land der unbergenzten Möglichkeiten” nannte, dann hatte das fast ausnahmslos einen positiven Beigeschmack: Wer einen Traum hat, originelle Ideen hat und hart arbeitet, dem stehen Tür und Tor offen. Selbst ein Studienabgänger wie Bill Gates kann aus seiner Garage ein Unternehmen aufbauen, das sich zum weltgrößten Softwarekonzern entwickelt und der Gründer zum wohlhabendsten Erdenbürger aufsteigen. Ein noch aktuelleres Beispiel ist Barack Obama, der vor wenigen Jahren noch ein außerhalb von Chikago weitgehend unbekannter Kommunalpolitiker war und mit seinem sensationellen Wahlsieg im vorletzten November nicht nur der erste schwarze Präsident wurde, sondern die Spielregeln des politischen Geschäfts völlig auf den Kopf stellte.
(mehr…)


21.04.2010

Amerikas kollektives Übergewicht

Um 17:46 Uhr von PeterDeThier in Post aus Washington

Unsere Familie beim “gesunden Frühstück” im Yosemite Nationalpark.Liebe Leser,
“manchmal kann man den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen”, sagte mein Vater immer, wenn sich einem etwas ganz und gar Offensichtliches völlig verschließt. Obwohl ich es seit Jahren gewohnt bin, jeden Tag eine Menge übergewichiger Amerikaner zu sehen, öffnete mir eine neue Statistik der Gesundheitsbehörde “Center for Disease Control” erst richtig die Augen: Sage und schreibe 67 Prozent der US-Bürger bringen zu viele Pfunde auf die Waage. Von drei Menschen, die man sieht, sind also im Schnitt zwei übergewichtig. Wenn auch nur die Hälfte von ihnen als richtig “fett” gilt, ernährt sich immerhin eine klare Mehrheit so ungesund und bewegt sich so wenig, dass sie sowohl aus der Sicht der Gesundheitsämter als auch der Versicherungsunternehmen, die dazu Tabellen erstellen, riskanter leben, also anfälliger für veschiedene Krankheiten sind und früher sterben könnten.
(mehr…)


16.04.2010

New York und das andere Amerika

Um 09:13 Uhr von PeterDeThier in Post aus Washington

Ground ZeroLiebe Leser,
aller Sehenswürdigkeiten und historisch bedeutsamer Bauten zum trotz merkt man doch ab und zu, wie klein die amerikanische Hauptstadt Washington wirklich ist und wie wenig sie das “wahre Amerika” widerspiegelt. Wenn wir in Richtung South Carolina oder Florida zum Strand fahren, sieht man wenige Autostunden südlich von Washington heruntergekommene Nachbarschaften und eine Armut, die vielen Bürgern der Haupstadt und ihrer wohlhabenden Vororte völlig verschlossen bleibt. Be einer Reise in den Westen, wie wir sie vergangenen Sommer unternahmen, fährt man in Arizona oder Nevada bei glühender Hitze hunderte von Kilometern durch öde Wüstenlandschaften und sieht nichts außer Kakteen oder einer gelegentlichen Tarantel (uns liefen bei Abenddämmerung gleich drei Mal die riesigen Spinnen über den Weg!). Gerade in Arizona sieht man so viele “Native Americans” (Indianer), dass ich mich wie 30 Jahre zurückversetzt fühle. Schließlich hatte ich als kleiner Junge immer eine besondere Vorliebe für Karl May Romane. Auch erschließen sich einem wahrhaftige Naturwunder wie der Grand Canyon oder die atemberaubend schönen Zion und Brye Canyon Nationalparks, beide im Bundesstaat Utah.
(mehr…)


09.04.2010

Gönnen wir Tiger das Comeback?

Um 09:26 Uhr von PeterDeThier in Post aus Washington

Tiger Woods im Schatten Foto: dpaLiebe RGA Leser,
als langjähriger aktiver Leichtathlet und Tennisspieler verfolge ich sportliche Großereignisse, selbst in jenen Disziplinen, die mir gar nicht so sehr liegen, so zum Beispiel Golf, mit großer Leidenschaft. Klammert man persönliche Favoriten aus, zum Beispiel die deutsche Fußballnationalmannschaft oder den weltbesten Tennisspieler Roger Federer, dann gilt beim Sportfan De Thier prinzipiell folgende Regel: Ich halte grundsätzlich dem Außenseiter die Daumen. Dass ich zum Beispiel am Mittwoch im Champions League Viertelfinale Bayern München bei der verbissenen Partie gegen Manchester United anfeuerte, das lag weniger an ausgeprägten Sympathien für die Bayern, sondern hängt vielmehr damit zusammen, dass “ManU” trotz der Niederlage im Hinspiel als klarer Favorit galt. Bei Spielen der NBA Basketballer gönnte ich bisher immer dem Gegner der Los Angeles Lakers den Sieg, gilt doch das Team um Superstar Kobe Bryant seit einigen Jahren als hoch überlegen (könnte diese Saison anders sein).
(mehr…)