25.06.2010
Liebe Leser,
für mich als lebenslangen, aktiven Sportler und absolut begeisterten Fan gibt es keine größeren Ereignisse als die Fußball-WM und Wimbledon, das wohl nach wie vor “größte” unter den Grand Slam Tennisturnieren. Wenn dann alle vier Jahre die beiden Megaereignisse in denselben Monaten stattfinden und sich sogar teilweise überlappen, dann ist das für diesen Korrespondenten wie Weihnachten. Weihnachten im Juni also, wo es in Washington so heiß und schwül ist, dass man nach dem kurzen Gang zum Postkasten durchgeschwitzt ins Haus zurückkehrt. So spannend und unterhaltsam wie in diesem Jahr war es aber noch nie, zumindest nicht aus der Sicht eines in Washington lebenden Auslandsdeutschen. Denn: Zum ersten Mal fiebern die Amerikaner bei der WM richtig mit.
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21.06.2010
Ich muss auf eine Geschichte zurückkommen, die sich schon vor wenigen Tagen im deutschen Quartier ereignet hat. Adidas stellte den einheitlichen Bundesliga-Ball für die neue Saison im deutschen Lager vor, das Ganze war eine aufwändig gestaltete Pressekonferenz, in der mit teuren Utensilien eine spezielle Atmosphäre geschaffen wurde. Die Stühle im Pressezentrum des DFB am Hotel Velmore Grande sind eigentlich schwarz-rot-gold bezogen, der Sportartikelhersteller hatte sie eigens für die Präsentation des Balles mit weißen Laken übergehängt. Es wirkte “loungig”, wie man so sagt. Es wirkte kühl, wie ich sage. Der Ball heißt Torfabrik, und es wurde allerhand geredet über dieses runde Stück Leder, das wahrscheinlich ein Kunststoff ist. Aber natürlich der beste Kunststoff. Um es kurz zu sagen: Spieler wie Lukas Podolski und Thomas Müller mussten Sätze sagen wie: “Natürlich ist es ein toller Ball, es macht Spaß, damit zu spielen.” Auch ein Fußball-Profi hat manchmal ein trauriges Leben.
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20.06.2010
Die Traditionsveranstaltung “Remscheider Sommer” bietet mit insgesamt 19 Veranstaltungen an fast jedem Wochenende zwischen dem 23. Mai und 5. September ein unterhaltsames Programm in der Konzertmuschel im Stadtpark. Am Samstag, den 17.07.2010, rockt das beliebte Festival Open RS 2010 ab 15 Uhr den Remscheider Stadtpark.
Die Mottoabende stehen ganz im Zeichen der russischen und italienischen Kultur. Sie bieten am 29. Mai unter dem Motto „Kalinka“ und am 28. August unter der dem Motto „Dolce Vita“ ein ländertypisches Programm mit musikalischer und kulinarischer Begleitung an.
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18.06.2010
Ok, wir sind da. Rund eine halbe Stunde vor dem Spiel in Port Elizabeth sitze ich halbwegs gelassen im Media Center des Nelson Mandela Bay Stadions, das von einem Hamburger Architektenbüro ziemlich beeindruckend geplant und zur WM neu erschaffen wurde. Ein Jahr vor Beginn dieser WM war die Spielstätte fertig geworden - für südafrikanische Verhältnisse etwas früh, aber was soll’s. In diesem Stadion, das einen wundervollen Ausblick auf den North End Lake bietet, wird auch das Spiel um den dritten Platz ausgetragen, 42486 Zuschauer passen rein - und schwupps, sitze ich schon auf der Medientribüne.
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18.06.2010
Liebe Leser, heute sind wir das erste Mal an diesem Land gescheitert. Man hat sich ja vorher viele Gedanken gemacht, die Kälte, die Kriminalität und noch so viel mehr, aber bisher ist das ja alles ganz gut gegangen. Natürlich zermürben einen die Temperaturen, aber das soll ja spätestens ab Sonntag wieder besser werden. Und die Kriminalität hat hier in unserer Gegend, wenn man Herbergsmutter Anna-Marie glauben darf, kein wirkliches Zuhause. Vielleicht ist aber auch alles zu gut gelaufen bislang. Denn heute mussten wir kapitulieren. (mehr…)
17.06.2010
Natürlich hat Yun-Nam Ji im Süden Afrikas seinen Führer Kim Jong Il im Nordosten Asiens glücklich gemacht. Aber selbst ich aus der Mitte Europas habe in Johannesburg etwas vom Glanz des nordkoreanischen Tores gegen Brasilien abgefangen. Dieser späte Treffer, das 1:2, das mich auf der Tribüne im Ellis Park still in die völlig unangebrachte Sommerjacke jubeln ließ, hat mir fünf Punkte eingebracht. Achtung, liebe 37 Kollegen in der Heimatredaktion, ich führe! Ein WM-Tippspiel ist ein ausgesprochener Spaß, so etwas kann aber auch zu einer zähen Angelegenheit werden, wenn man – wie es mir stets in der deutschen Liga passiert – Spieltag für Spieltag falsch liegt. Und sich dem Hohn der wenig sportinteressierten Kollegen ausgesetzt sieht, die Spieltag für Spieltag richtig liegen. Mir war das immer ein Rätsel.
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15.06.2010
An dieser Stelle hatte ich den Winter hier als Hohn bezeichnet, Sonne und Swimming Pools gefeiert und eine diebische Freude daran gehabt, so viel südafrikanische Wärme in die Heimat zu übermitteln. Heute halte ich das für puren Übermut eines WM-Neulings. Kaum waren die Zeilen raus, wurde es Abend. Gegen 17.30 Uhr ist es hier stockduster, die Kälte breitet sich aus. Am Anfang fand ich es übertrieben, als unsere Gastgeber schon bei Sonnenschein des Tages mit Handschuhen und Schal über das Gelände stolzierten. „It’s cold!“, schrie mir Andrew, der Gärtner, tagelang entgegen, und ich hörte mich wieder und wieder sagen: „It’s not!“ Es hatte wohl etwas mit Trotz zu tun.
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14.06.2010
Ke nako! Es ist Zeit. Das Motto für Südafrika und die gesamte WM gilt jetzt für die deutsche Mannschaft. In zwei Stunden startet die Auswahl von Joachim Löw in das Turnier. In der tollen, neu geschaffenen Arena von Durban, die wir uns schon seit den frühen Morgenstunden aus allen Perspektiven zu Gemüte führen. Denn mit einer Chartermaschine sind wir Journalisten heute in aller Frühe um 5 in Pretoria nach Johannesburg aufgebrochen, um von dort nach Durban zu fliegen. Nach einer Stunde Flug und einer kleinen Mütze Schlaf hat sich Südafrika dann von einer ganz anderen Seite präsentiert: 25 Grad, schwülwarme Luft, der indische Ozean vor uns, das Moses -Mabhida-Stadion hinter uns. Hier kann man leben, denken wir uns, aber der erste Weg führt uns ins Medienzentrum zur alltäglichen Akkreditierung.
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12.06.2010

Gegen die Bielefeld Bulldogs lädt Amboss am 20.06.10 zum großen “Harley” Meeting ab 14:00 Uhr ins Stadion Reinshagen ! Neben hochklassigem American Football mit Feuerwerk erwartet die Zuschauer eine Große Harley Davidson Parade , erwartet werden drei Chapter, also jede Menge Chrom und einmalige Maschinen, Benzin liegt in der Luft.
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11.06.2010
Man steht vor diesem braun-orangenen Kessel und staunt über die gewaltigen Ausmaße, über diese wabernde Masse, die im Innern zu sein verspricht. Die sich anhört wie eine Riesenschar von aufgeregten Hummeln. Und die sich - wenn man Soccer City erst einmal betreten hat - in eine Elefantenherde verwandelt, die keine Sekunde Ruhe gibt. Ja, wir haben Soccer City tatsächlich erreicht, und es war gar nicht einmal so schwer. Nur rund 90 Minuten haben wir von unserem Haus in Pretoria durch den Großstadtverkehr in Johannesburg gebraucht und diverse Knackpunkte, an denen man nicht sicher war, dem Stadion tatsächlich näher kommen zu können, überbrückt. Dieser Fifa-Ausweis gilt hier tatsächlich noch was, sobald die Ordner den erspähen, geht hier wirklich viel. Erfreulich, weil diese WM natürlich eine bleibt, bei der vieles improvisiert ist - und das ist bezüglich der Arbeitsbedingungen nicht immer ganz leicht.
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