12.07.2010

Der Abschied

Um 18:10 Uhr von Olaf Kupfer in Kupfer am Kap

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist zurück in Deutschland. Foto: dpaDie Südafrika-WG wird aufgelöst. Gleich geht der Flieger. Der Gastgeber sagt salani kahle. Was soviel heißt wie: Auf wiedersehen! Aber wird es das geben? Ich verspüre so etwas wie die Pflicht zurückzukehren. Nicht auf Geheiß von Sepp Blatter, der hat wahrlich genug befohlen. Aber Dinge müssen noch erledigt, noch zu Ende gebracht werden.

Der Kollege aus Ostwestfalen etwa muss dieses Land noch lieben lernen. Er war so kurz davor. Der Kollege aus Wetzlar sollte den Mietwagen noch einfahren, der seit fünf Wochen unter dem Abdach steht. Nahezu ungenutzt. Unsere Hausherrin Anna Marie würde mich so gerne nochmal beim Frühstück begrüßen. Ich habe ihr oft gefehlt. Es wäre schändlich, wenn der Kollege aus Osnabrück künftig seinen neuen Friseur aus Pretoria verschmähte. Seine Nelson-Mandela-Gedächtnisfrisur ist Anlass für viel Zuneigung der Gastgeber. Und Deutschland? Müsste hier noch den WM-Pokal holen. Auch das wurde wir ja irgendwie nur vergessen. Salani Kahle.


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